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Qualitätsmanager Michael Dieckmann: „Ich bin hier der Mannschaftsspieler“

Michael Dieckmann ist der Qualitätsmanager in der Stiftung.
Michael Dieckmann ist der Qualitätsmanager in der Stiftung.

Höchste Qualitätsansprüche, Effektivität, Leistungsfähigkeit, Kundenwünsche, gesetzliche Vorgaben und die eigenen Ansprüche - gar nicht so einfach unter einen Hut zu bringen. „Doch, das geht“, sagt Michael Dieckmann, der sich in der Matthias-Claudius- Haus-Stiftung um das Qualitätsmanagement kümmert. Ein breites Aufgabenfeld.

Seit dem 1. August hat der 47-Jährige die Arbeitsprozesse in den Werkstattbereichen Neubrandslebener Weg, Pfefferbach und in der Küche im Blick. „Ich koordiniere zusammen mit den Gruppen- und Werkstattleitern die Arbeitsabläufe und schaue, wo liegen Stärken, Schwächen und wie können wir welche Aufträge umsetzen.“ Immer im Blick des Eggenstedters: das Produkt. „Ich bin dafür verantwortlich, Gefahren vom Produkt abzuwenden“, sagt er. Und was zunächst fast schon dramatisch klingt, ist im Grunde ganz klar: Das Produkt darf nicht beschädigt, beschmutzt oder gar zerstört werden - und das bei einem hohen Qualitätsanspruch.

Dieckmann, der früher als kaufmännischer Angestellter in der Lebensmittelbranche tätig war, hatte schon damals ein Faible für das Qualitätsmanagement. „Es ist reizvoll und sehr spannend. Ich habe mich damals zum Qualitätsbeauftragten weitergebildet und wusste, dass es das Richtige für mich ist.“ In der Matthias- Claudius-Haus-Stiftung ist sein Arbeitsfeld breit gefächert. Neben der Koordinierung von Arbeitsprozessen in den Werkstattbereichen kümmert er sich auch um Reklamationen und den Arbeitsschutz - letzteres in enger Zusammenarbeit mit externen Sicherheitsexperten des TÜV. „Ich sage immer: Ich bin der Mannschaftsspieler“, sagte Dieckmann, der für alle Gruppenleiter, die Werkstattleitung und die Geschäftsführung da ist. Besonderen Wert legt der 47-Jährige auf die ISO-Zertifizierung. „Die ISO-Norm verlangt einen Qualitätsbeauftragten. Durch das Gütesiegel weiß der Kunde genau, dass wir seinen Anforderungen entsprechen. Das bedeutet Sicherheit.“

Um den Kreislauf der Arbeitsanforderungen immer wieder den aktuellen Aufträgen und Kundenwünschen anzupassen, schreibt Dieckmann beispielsweise auch Arbeitsanweisungen. Genaue Beschreibungen und Fotos helfen den Mitarbeitern in den einzelnen Werkstattbereichen, Besonderheiten im Auge zu behalten und Gefahren und Tücken gekonnt zu umschiffen. „Es muss alles reibungslos funktionieren. Ich achte darauf, dass die Prozesse personenunabhängig laufen.“ Deshalb hängen Dieckmanns Anweisungen nicht nur in den Bereichen aus, sondern sind über das stiftungseigene Intranet abrufbar. Doch was wären Dieckmanns Bemühungen, wenn die Mitarbeiter und Beschäftigten nicht wären? „Das stimmt. Deshalb kümmere ich mich auch um Schulungen und deren Auswertung“, sagt der Qualitätsmanager. Aber das alles läuft nicht nur vom Schreibtisch aus. Dieckmann sucht den Kontakt zu den Menschen in den Werkstätten und streift durch die Bereiche. „Ich drehe immer meine Runden“, sagt er. „Sonst wäre ich auch kein guter Qualitätsmanager.“

28.12.2011