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Matthias Claudius

Matthias ClaudiusDer Namensgeber der Einrichtung, Matthias Claudius, war ein Pfarrerssohn. Er erblickte am 15. August 1740 im holsteinischen Reinfeld das Licht der Welt.

Claudius studierte in Jena zunächst Theologie, später auch Jura, Kameralwissenschaft und Philosophie. Das Studium beendete er ohne Abschluss.

Früh entdeckte er seine Liebe zur Literatur. Er übte sich als Autor und kehrte 1763 in seinen Heimatort zurück. Er fand eine Anstellung als Sekretär des Grafen Holstein in Kopenhagen.

1768 ging er nach Hamburg, wo er als Journalist tätig war und als Redakteur bei den „Hamburgischen Adreß-Comptoir-Nachrichten“ arbeitete. Claudius entwickelte seinen eigenen Schreibstil und wurde 1771 Redakteur für den „Wandsbeker Bothen“. Er lernte Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe, Gotthold Ephraim Lessing, Johann Gottfried Herder und Johann Ludwig Wilhelm Gleim kennen.

Matthias Claudius schrieb für das Journal Gedichte und kleinere Prosastücke, oftmals im volkstümlichen Ton. 1772 heiratete er, drei Jahre später wurde die Zeitung eingestellt. Fortan lebte Claudius als freier Schriftsteller. Er wurde nicht nur von Gönnern und Freunden unterstützt, sondern kam auch in den Genuss einer Jahrespension des dänischen Kronprinzen.

Matthias Claudius wird als Lyriker mit volksliedhafter, intensiv empfundener Verskunst berühmt. Zu seinem bekanntesten Werk zählt das „Abendlied“, mit dem berühmten Anfangssatz „Der Mond ist aufgegangen …“. Claudius starb am 21. Januar 1815 in Hamburg.