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Matthias-Claudius-Haus will medizinisches Pflegeteam im Wohnbereich aufstocken

Krankenschwester Angelika Lange
Krankenschwester Angelika Lange

Eine Schnittwunde, ein Pickel, Kopfschmerzen und Unwohlsein - auch die Männer und Frauen im Wohnbereich des Matthias-Claudius-Hauses plagen manchmal die Wehwehchen. Viele von ihnen sind täglich auf Medikamente und Hilfsmittel angewiesen. Als Vermittler zwischen Arzt, Apotheke und Sanitätshaus steht ein kleines Team für die Behandlungspflege bereit. Das soll jetzt aufgestockt werden - Bewerber sind willkommen.

Angelika Lange ist gelernte Kinderkrankenschwester. Seit mehr als zwölf Jahren kümmert sie sich um die Behandlungspflege im Wohnbereich des Matthias-Claudius-Hauses. Gibt es irgendwo Probleme, bei denen ein medizinischer Rat hilfreich sein kann, ist sie die erste Ansprechpartnerin für die Bewohner und Mitarbeiter. „Ich bin da, wenn irgendwo der Schuh drückt“, sagt sie. Zwei Kolleginnen unterstützen die Krankenschwester und teilen sich die Nachtbereitschaft auf. Doch am Tage ist die 55-Jährige auf sich allein gestellt - und das bei wachsender Belastung. Denn die Bewohner werden immer älter und der Bedarf an Behandlungspflege steigt stetig. Darauf hat das Matthias- Claudius-Haus nun reagiert. Das kleine Team um Angelika Lange soll um eine examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin aufgestockt werden. Ob Mann oder Frau ist egal. Eine entsprechende Beschreibung findet sich hier auf der Internetseite unter "Presse/Stellenausschreibungen".

Etwa zwei Drittel der 125 Bewohner in den Wohngruppen müssen regelmäßig Medikamente einnehmen, benötigen neue Verbände oder Injektionen. Im Arbeitszimmer von Angelika Lange lagern hinter verschlossenen Türen kleine, mit Namensschildern beschriftete Medikamentenkörbchen. Doch die Krankenschwester bestellt und sortiert sie nicht nur, sie hält auch Kontakt zu den Ärzten, Apothekern und Sanitätshäusern. Termine, Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Verordnungen, Einnahmekontrollen und Impfungen - sie hat alles im Blick. „Ich berate die Mitarbeiter, nehme an Teamgesprächen teil und dokumentiere Auffälligkeiten und Krankheitsverläufe“, sagt sie. Gibt es einen Präparatewechsel oder ein neues Medikament, informiert sie das Mitarbeiterteam dazu. Auch für Hilfsmittel wie orthopädische Schuhe, Spezialmatratzen, Rollatoren oder Rollstühle ist sie zuständig.

21.02.2012